Falscher Film? (17.2.2018)

Manchmal glaubt man wirklich man hat in den falschen Film geschaltet. Mir ging es jedenfalls so, dabei
war ich mir sicher nicht „Mitten im Leben“ zu sein. Allerdings kam dann der Einspieler mit dem Schild
der „Puderrosaranch“ und Zack, wieder dabei erwischt, wie man Klischees bedienen kann.
Es geht um das Scheckentier Dakota, der Wallach ist die Ausgeburt des Bösen, er lässt sich nicht
anbinden, nicht trensen und satteln findet er auch blöd.
Seine Besitzerin erklärt uns, dass sie ihn doch vorm Schlachter gerettet hat. Dieses undankbare Pferd aber
auch…
Mittlerweile hat sie nur noch Angst vor ihm und man hat wirklich den Eindruck, auch weil der Sprecher
es so suggeriert, dass es einzig und alleine am Pferd liegt, der ja so unkooperativ ist.
Als Nichtpferdemensch kann einem das auch Glaubhaft vermittelt werden, allerdings sobald Frau Prüma
auftaucht, hat die Besitzerin schlagartig eine ungeahnte Fähigkeit entwickelt, man nennt es auch
Selbstbewußtsein.
Schon ist der Schecke gar nicht mehr so schlimm, wie man uns vorher noch gezeigt hat. Woran das wohl
liegen mag?
Vielleicht macht es in Pferdekreisen auch schon die Runde und die lieben Vierbeiner haben sich ebenso
viel von dieser Westerntrainerin und ihrem Fabel fürs Kuscheln erzählt.
Dakota jedenfalls scheint beeindruckt von ihr und lässt sich sogar trensen. Das es vorher evtl. nur an der
Besitzerin und ihrem zaghaften Verhalten gelegen haben könnte, ist vollkommen ausgeschlossen.
Mit neuem Selbstbewußtsein frisch ans Werk und auch als Dakota vor Angst fast vor einen LKW hüpft,
weil er einfach nur Angst hat und seine Besitzerin ihm trotz allem keine Sicherheit bieten kann, zeigt wie
undankbar und gefährlich er doch ist.
Also muss die Sandra noch mal her und wie soll es auch anders sein, der Dakota will unbedingt zum
Rosenhof, die Besitzerin ist überglücklich und da soll dann auch der letzte Funke Angst besiegt werden.
Von einem der Auszog das Fürchten…
In der Reithalle wird der Schecke samt Besitzerin, dann mit Gespensterhüpfeinlagen, Klappersäcken und
dem Reitbahnplaner zu einem super Verlasspferd erzogen, man kann sogar mit ihm geführt durch die
Westerntrainerin ins Gelände. Was will man mehr, Ende gut, alles gut.
Da weder im Netz noch sonst wo ein geschecktes Pferd vor einen LKW gelaufen ist, kann man nur hoffen
das es auch dabei bleibt und die Besitzerin es wirklich schafft ihren inneren Schweinehund zu überwinden
und dem Pferd auch Sicherheit zu vermitteln.

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