Helden in Strumpfhosen und andere Kuriositäten… (17.2.2018)

Es war einmal…
so fangen ja die Märchen an, das was wir heute zu sehen bekommen haben, grenzt wahrlich an einem
Märchen.
Schon lange kursiert ja das Gerücht, Springreiter können nicht weiter als bis zum nächsten Sprung
denken.
Ja also, dieses Klischee wird schlagartig bedient. Auch das Springreiter ja eben nur springen und das mit
Reiten nichts zu tun hat. Wen wundert es also, dass in dieser Folge ein Reiter der bis S** springt mit
seinem Pferd, leider so gar nichts vom rückengerechten Reiten und longieren weiß.
Zum Glück gibt es VOX und zum Glück gibt es Tellerränder über die man blicken kann.
Der Dalton ein sechsjähriger Warmblutwallach jedenfalls hat Glück, dass sein Reiter wenigstens schon
mal von dem Tellerrand gehört hat und auch drüber blickt. Darum ist er nämlich heute in der Sendung.
Eigentlich ist der lange schlacksige Braune auch super ausgebildet und war schon erfolgreich bis S**.
Leider verstehen sich er und sein Reiter nicht immer so ganz und man brauch also einen Dolmetscher,
weil der Dalton ja schon springen will, allerdings nicht so wie sein Reiter und darum brauch man den
Bernd, der kann zwar nicht springen, aber er kann mit Pferden reden, auf seine Art.
Ein neues Klischee wird bedient, alle Springpferde brauchen erst mal Schlaufer, ohne können die net
laufen. Und ohne Helm, Stiefeletten, Stiefelschäfte und Reithosen kann man in einem Englischsattel nicht
sitzen, so will es das Gesetz!
Das Gesetz würde es allerdings ebenso wollen, dass alles farblich aufeinander abgestimmt ist, aber wir
wollen mal nicht so sein, der gute Wille zählt ja auch.
Nun denn, der Hackl springt die ersten 60 cm Hürden seines Lebens und ist damit weiter als seine
Profikomplizin jemals sein wird.
Naja, da das dem Bernd also weniger liegt mit dem Springen, kriegt der Dalton kurzerhand einen
Westernsattel drauf und soll imaginäre Kühe schubsen, was er aber nicht so ganz hinkriegt, dafür hat aber
der Hackl jetzt den Plan, es fehlt dem Schlachtross an Rückenmuskulatur und die Hinterbeine kommen
nicht ganz mit.
Um dem Marc klar zu machen wie Ernst es um sein Springpferd steht, wird es mal kurzerhand angemalt,
ist auch so ein Indianerding, bevor man in den Krieg zieht. Der hackelsche TA-Freund kommt dazu und
erklärt an seinem XXL-Modell wo es fehlt und was zu wenig ist.
Ich glaube ja wirklich manchmal die wollen einen echt nur verschaukeln, als ob ein S-Springreiter nicht
mal auf die Idee gekommen wäre, einen TA zu rufen, der brauch dafür VOX. Wobei wir wieder bei den
Klischees wären die da so Heldenhaft bedient werden.
Der Besitzer von Dalton weiß jetzt jedenfalls, nach etlichen Jahren Reiterfahrung, wie schön man das
Pferd bemalen kann. Es bleibt zu hoffen, dass Dalton noch mal einen neuen Start in seiner Ausbildung
genießt und der Blick über den Tellerrand hinaus, seinem Besitzer etwas die Augen geöffnet hat, dass
auch ein Springpferd über den Rücken laufen können muss und eine Hinterhand braucht um über die
Sprünge zu kommen.

Schreibe einen Kommentar